Wege im Zwielicht

Cast/Ausstattung Darsteller: Gustav Fröhlich, Johanna Lepski, Sonja Ziemann
Regisseur: Gustav Fröhlich

Format: Dolby, PAL, Vollbild
Sprache:
Deutsch (Dolby Digital 2.0 Mono)

Untertitel: Deutsch
Region: Region 2
Bildseitenformat: 4:3 - 1.33:1
FSK: Freigegeben ab 12 Jahren
Produktionsjahr: 1948
Spieldauer: 83 Minuten


Hannover, kurz nach Ende des Zweiten Weltkrieges.
Die heimatlosen Jugendlichen Peter (Gert Schäfer), Sepp (Alfred Laufhütte) und Stefan (Benno Sterzenbach) halten sich mit kleinen Betrügereien über Wasser. Ihr Zuhause ist der Schwarzmarkt, in stillgelegten Bunkern machen sie ihre Geschäfte.
Als sie in Verdacht geraten, am Tod eines Schwarzmarktschiebers Schuld zu sein, gerät ihr Leben aus den Fugen. Sie jagen von Dorf zu Dorf, auf der Suche nach Schutz – und auf der Flucht vor der Polizei. Doch es gibt einen Zeugen. Bürgermeister Otto Lukas (Gustav Fröhlich) weiß um die Unschuld der Jungen. Er gibt ihnen die Chance, in seinem Dorf ein neues Leben anzufangen. Und bringt sich dabei selbst in Schwierigkeiten.

Wege im Zwielicht ist ein deutsches Drama von 1948.
Es geht um das brisante Thema Entwurzelung und Heimatlosigkeit in der harten Zeit des Nachkriegsdeutschland. Nicht nur die wirtschaftliche Not wird thematisiert, auch die persönlichen Schicksale – die psychischen Defizite der Menschen, die Frage nach Schuld – finden Platz. Es stellt sich die Frage: Wie weit ist, wie weit kann es um die Moral bestellt sein in einem Land, kurz nach der Niederlage am Ende eines langen Krieges?

Hervorgehoben wird das Leben auf dem Lande, als Handlungsort und als Ort der Bewährung. Neben dokumentarischen Aufnahmen inszeniert Darsteller und Regisseur Gustav Fröhlich gar romantische Motive. Diese werden nur einige Jahre später im Heimatfilm der 50er Jahre zur absolut künstlichen Idylle stilisiert.

Der Film entstand zur Zeit der alliierten Militärzensur in der britisch besetzten Zone. Das hatte zur Folge, dass sowohl die Drehbücher als auch die Verfilmungen den Kontrollbehörden zur Genehmigung vorgelegt werden mussten. Fielen Filme auf, die ganz klar verbotene Themen beinhalteten – Nazizeit, Nationalsozialismus, Krieg etc. – wurde die Genehmigung verweigert. Bevorzugt wurden zeitnahe Inhalte, keine rückblickenden oder gar phantastische Themen. Wege im Zwielicht ist der zweite Spielfilm der Junge Film-Union (früher UFA). Er wurde von August bis Oktober 1947 abgedreht, lief aber erst 1948 in den Kinos an.

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Wege im Zwielicht wurde im April 1948 uraufgeführt.
Die Reaktionen waren gespalten. Zum einen meinte man die ungeschminkte Realität zu sehen, zum anderen eine romantisierte Wirklichkeit und zu dick aufgetragene Dialoge. Durchweg positive Kritik erfuhren Schauspieler und Kameraarbeit. Wege im Zwielicht ist kein Nachkriegsfilm im Sinne eines klassischen Trümmerfilms, welcher sich mit Zerstörung und ihrer Bewältigung auseinandersetzt. Vielmehr ist der Streifen ein pädagogisches Lehrstück, indem Jugendlichen ein positiver Weg aufgezeigt wird.

Trailer

filme/klassiker_wege_zwielicht.txt · Zuletzt geändert: 2010/08/06 17:56 von chris
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